Tribute to Johnny Griffin Anlässlich des Todes von Johnny Griffin, ließen es sich seine Weggefährten nicht nehmen, anstelle seiner in der Christuskirche zu spielen.

Am Sonntag den 17.August ab 19 Uhr gibt es ein

Tribute to Johnny Griffin Konzert

Zugesagt hat bereits Paul Kuhn. Gemeinsam mit Johnny Griffin feierte er in Ronny Scotts ebenfalls seinen 80sten Geburtstag. Im legendären Londoner Jazzclub entstanden zu diesem Anlass wohl die letzten Aufnahmen Griffins an seiner „Gun“ und Paul Kuhn am Piano. Diese CD ist momentan in Bearbeitung.

Mit dabei sind weiter:

  • James Pearson (piano)
  • Roman Schwaller (sax)
  • Reggie Johnson (bass)
  • Philipp Harper (trumpet)
  • Doug Sides (drums)
  • und weitere Freunde

Die Laudatio hält Reinhard Köchl freier Journalist der Süddeutschen Zeitung und dem Jazzmagazin Jazzthing.

Auch Biograf und guter Freund Mike Hennessey wird sein Buch „The Little Giant - The story of Johnny Griffin“ vorstellen.

Unser Dank gilt auch der Agentur Gabriele Kleinschmidt, die dieses Konzert ermöglicht hat.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Jedoch ist eine Kartenreservierung notwendig, da die Sitzplätze in der Christuskirche begrenzt sind. Es stehen 550 Karten zu Verfügung. Maximal 2 Karten pro Person können reserviert werden per E-Mail unter CLOAKING mit Angabe der Adresse und der Anzahl der Karten. Alternativ nimmt die Filiale der Sparda-Bank West EG in der Kölnstraße ihre Bestellungen an.

Die Karten können dann ab Montag den 11. August bis Donnerstag den 14. August in der Filiale der Sparda-Bank abgeholt werden. Nicht abgeholte Karten kann man noch am Sonntag in der Zeit von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr in der Christuskirche abgeholt werden.

Vielen Dank für die Unterstützung:

Stiftung Kultur und Soziales der Sparda Bank Förderkreis Musik in der ChristuskircheSparda Bank West EG

Der Mann am Klavier Paul KuhnPaul Kuhn – die swingende Klavierlegende - ist einer der Wenigen, dessen Wurzeln in die Zeit eines Art Tatum, George Shearing oder Count Basie reichen. Wenn Paul Kuhn in die Tasten greift, sprudelt der Swing nur so aus ihm hervor, und mit seinen Arrangements baut er über diesen quirlig perlenden Strom eine Brücke, die damals und heute verbindet. Deswegen hat seine Musik etwas Zeitloses an sich.

Obwohl einer der dienstältesten Musiker hierzulande, gehört Paul Kuhn und seine Musik zu den erfrischendsten Erscheinungen unserer Zeit. Wo sich die meisten zur Ruhe setzen, da bricht er in einen neuen Lebensabschnitt auf. Der Lebensabend seiner Karriere ist seiner großen Liebe, dem Jazz, gewidmet. Obwohl Paul Kuhn wäh-rend eines Großteils seiner Karriere mit Pop- und Tanzmusik in Verbindung gebracht wurde, galt seine Zuneigung seit seiner Ju-gend dem Jazz. 1939 lauschte er auf einem alten Grammophon den Schellackplatten eines Glenn Miller und Benny Goodman. Kurz nach dem Weltkrieg war Kuhn der erste deutsche Jazzmusiker, der eine Anstellung beim amerikanischen Sender AFN bekam. Und dann ging es mit der Karriere schnell aufwärts.

Zwischen 1949 und 1955 spielte er mit genau den Musikern, die heute rückblickend als die Creme de la Creme des deutschen Nach-kriegs-Jazz gehandelt werden. 1953 wurde er zum Jazzpianisten Nr. 1 in Deutschland gewählt. In dieser Zeit zeigte Paul, dass ein Jazzmusiker aber auch kommerziell erfolgreich sein kann, wenn er es will. Seine Songs ´Der Mann am Klavier´, ´Die Farbe der Liebe´, ´Butterfly Doll´ und ´Es gibt kein Bier auf Hawaii´ belegten vordere Plätze in der deutschen Hitparade. Über die Schlager kam Kuhn als Pianist und Sänger auch in die populären Musikfilme der fünfziger Jahre. Von den Musikfilmen war es kein großer Schritt mehr zu den aufkommenden TV-Shows. Sie wurden zu einem fes-ten Standbein in seinem Werdegang. ´Pauls Party´, ´Die Sendung mit Paul´, ´Hallo, Paulchen´, und Gastauftritte in anderen TV-Shows machten Kuhn zu einem der bekanntesten Entertainer der Showbranche. 1972 wurde er mit der goldenen Kamera für seine TV-Arbeit ausgezeichnet.

Die Zusammenarbeit mit James Last und Max Greger machte ihn zum meistgefragten Arrangeur in Deutschland. 1968 konnte Kuhn als Arrangeur nochmals eins drauflegen. Er wurde zum Leiter des SFB-Tanzorchesters, das sich zur weltweit berühmten SFB-Bigband entwickelte.

Nach all diesen Trubeljahren bei Film, Funk und Fernsehen hat sich Kuhn auch als ein mutiger Arrangeur in Bezug auf sein eigenes Leben erwiesen. Er stellte die Weichen von Bigband auf Trio, von Un-terhaltungsmusik auf einen humorvoll gespielten Jazz um. Man muss gegen den Strom schwimmen, um zur Quelle zu kommen. Nun schließt sich für Paul Kuhn nach vielen Umwegen der Kreis. Er ist wieder an der Quelle seiner Inspiration, dem Jazz, angekom-men. Nach dem Motto ´small is beautiful´ kann man ´Kuhn pur´ mit dem ex-Passport Schlagzeuger Willy Ketzer und dem Bassisten Martin Gjakonovski im Trio kennen lernen. Paul Kuhn ist einer der charismatischsten Musiker und Entertainer, die es hierzulande gibt. Wenn einer nach 50 Jahren Musikerlaufbahn das Prädikat ´lebende Legende´ verdient, dann er.

Roman Schwaller Foto: Oskar HennRoman Schwaller - geboren am 18. Januar 1957 in Frauenfeld/ Schweiz, gilt laut Reclams Jazzführer “als einer der profiliertesten europäischen Vertreter seines Instrumentes”. Schwaller arbeitete mit Musikern wie Klaus Weiss, Dusko Goykovich, Joe Haider, Charly Antolini, Dizzy Gillespie, Carla Bley, Buster Williams, Art Farmer, Horace Parlan, Mal Waldron, Isla Eckinger, Fritz Pauer und Conte Candoli.

Von 1979 bis 1989 war er Mitglied im Vienna Art Orchestra und von 1990 bis 1993 erster Tenorsaxophonist in der Big Band des Norddeutschen Rundfunks. Eigene Projekte wie den „Three Generations of Tenorsaxophone“ mit Johnny Griffin und Sal Nistico (1985 und 1987), Sextett mit Mel Lewis (1987), Quartett mit Jimmy Cobb (seit 1996) und als Komponist und Arrangeur mit seinem Nonett (2001) und Sextett (seit 2005) haben ihm weltweit grosse Anerkennung eingebracht.

Als erster Schweizer und einer der wenigen Europäer überhaupt spielte er im April 1999 eine Tournee mit dem Count Basie Orchestra unter der Leitung von Grover Mitchell. Schwaller ist Initiator und künstlerischer Leiter des alle zwei Jahre stattfindenden „generations – Internationales Jazztreffen Frauenfeld“. Sein Wirken wurde geehrt mit dem Kulturförderpreis der Landeshauptstadt München 1985, „Stern des Jahres“ der Münchner Abendzeitung 1987, dem Thurgauer Kulturpreis 1990 und dem Anerkennungspreis 1999 seiner Heimatstadt Frauenfeld. Roman Schwaller lebt in Frauenfeld und Wien und sein Schaffen ist auf über 60 Jazzproduktionen (Schallplatten und CDs) dokumentiert.

Reginald JohnsonReggie Johnson - Sein richtiger Name ist Reginald Volney „Reggie“ Johnson und ist am 13. Dezember 1940 in Owensboro in Kentucky geboren. Er ist ein US-amerikanischer Jazz-Bassist, der sich in vielen Jazzstilen bewegt.

Johnson spielte zunächst Posaune im Schulorchester und in Armeebands und wechselte mit 21 Jahren zum Bass. Er spielte mit Avantgarde-Jazzmusikern wie den Saxophonisten Bill Barron und Archie Shepp („Fire Music“ 1965) und 1964/5 mit Bill Dixon (an dessen Konzertreihe „October Revolution in Jazz“ er in New York beteiligt war), Sun Ra und Burton Greene. 1966 spielte er mit den Jazz Messengers von Art Blakey, dem damals Keith Jarrett und Chuck Mangione angehörten.

In den 1960ern nahm er auch mit dem „Jazz Composer’s Orchestra“ auf. 1970 spielte er mit Quintett von Bobby Hutcherson und Harold Land und begleitete von 1973 bis 1978 den Gitarristen Kenny Burrell. Er nahm auch mit Sonny Rollins, Sonny Stitt, Art Pepper, Clark Terry, Blue Mitchell, den „Crusaders“ und den Sängern Sarah Vaughan und Carmen McRae auf und in den 1980er Jahren mit Horace Parlan, Frank Wess (1982) und der „Mingus Dynasty Band“ (ebenfalls 1982). 1985 erschien sein erstes Album „First Edition“ (JR Records) unter eigenem Namen. Mitte der 1980er Jahre zog er nach Europa, wo er seitdem u.a. Johnny Griffin, Monty Alexander, Kenny Barron, Tom Harrell, Phil Woods und Cedar Walton begleitete und in Bern an der Swiss Jazz School als Dozent tätig ist.

Douglas Sides1942 erblickte Doug Sides in Kalifornien das Licht dieser Welt und offensichtlich auch ein Klavier. Denn mit vier Jahren begann er das Instrument und die Musik zu entdecken.

Dreizehn Jahre später wechselte er von der klassischen Klaviermusik zum Jazz und begann seine Kariere als Percussionist.

Nach dem Studium an der "Berklee School of Music" in Boston wurde er ein gefragter Sideman: Lionel Hampton, John Handy, Abbey Lincoln, Jon Hendricks, Joe Henderson, Chick Corea, Walter Bishop, Johnny Griffin, Blue Mitchell und viele andere mehr holten ihn für Tourneen und Produktionen auf die Bühne und in´s Studio.

Philip HarperPhilip Harper ist ein US-amerikanischer Jazz-Trompeter. „Phil“ wurde am 10. Mai 1965 in Baltimore/Maryland geboren und wuchs in  Atlanta/Georgia auf. Sein Bruder Danny Harper brachte ihm im Alter von zehn Jahren die ersten Töne an der Trompete bei. Phil studierte an der Hartt School of Music unter Jackie McLean und ging im Alter von achtzehn Jahren nach New York, wo er mit Musikern wie Jimmy Scott, Jimmy McGriff, Betty Carter, Etta Jones, Harry Sweets Edison, Bill Cosby und Cedar Walton arbeitete.

Von 1986 bis 1988 war er Mitglied von Art Blakeys Jazz Messengers. Danach gründete er mit seinem Bruder Winard Harper die Band Harper Brothers, der außerdem Justin Robinson und Stephen Scott angehörten. Nach deren Auflösung 1991 tourte er mit verschiedenen Bands und unterrichtete an mehreren Konservatorien Europas.
Harper wirkte an mehr als fünfzig Alben mit und spielte zwei Soloalben ein: Soulful Sin und The Thirteenth Moon.

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