Festival 2010

Jahr für Jahr versetzen die Dürener Jazztage ihr Publikum in Erregung. Am letzten Tag gibt's 20 Stunden Musik.

„Jazz ist nicht nur Bebop, Swing und Dixieland.Wir haben hier auch keinen antiquierten Jazz. Bei uns geht es um Gefühl und Herz, Musik und Spaß, in Düren wird der Begriff Jazz ausgedehnt!“ Wenn Niko Bellgardt über Jazz und seine Herkunft spricht, um damit zu den Dürener Jazztagen überzuleiten, schwingt Begeisterung in seiner Stimme mit. Gleichzeitig kämpft der Festivalkoordinator immer wieder mit dem Vorurteil, dass Jazz Musik für alte Leute sei, „es begegnet mir ständig, und mittlerweile kann ich nur noch müde darüber lächeln“, sagt er.

Kurz vorher noch ist es ein schelmisches Lächeln, da hat er Amüsantes über die Etymologie des Jazz verloren, es bedeute „wildes Kopulieren“, „das können Sie bei Wikipedia nachschauen“. In der freien Online-Enzyklopädie springen dem Leser dann auch wirklich die Schlagworte entgegen: „Tatkräftige Aktivität“, „Sexualverkehr“, „in Erregung versetzen“. Letzteres vermag die 20. Auflage der Dürener Jazztage sicherlich wieder mit Leichtigkeit zu tun. Von Sonntag, 8. August, bis Sonntag, 15. August, ist Düren wieder das Mekka des Jazz in der Euregio.

Auch in diesem Jahr  kommt das Publikum voll auf seine Kosten, denn der Dürener Jazzclub bietet auf dem Rathausvorplatz und an verschiedenen Orten in der Stadt wieder erstklassigen Live-Jazz und Artverwandtes – und das wie jedes Jahr zum Nulltarif.

Einzig die Jazzparade fällt aus, dafür gibt's mehr Programm. „Wir bieten am letzten Tag 20 Stunden Live-Musik“, betont Bellgardt. „Streetparade in the City“, das steht bei den Dürener Jazztagen 2010 auf dem Programm, für 2011 plant der Jazzclub an neuen Projekten, dann soll auch für die Aktiven aus Düren, die sich bisher an der Jazzparade beteiligt haben, die Möglichkeit zum Mitmachen geschaffen werden.

Quelle: Deine Zeit vom Aachener Zeitungsverlag geschrieben von Doris Kinkel-Schlachter

 

Die Macher der 20. Dürener Jazztage und die Gastronomen freuen sich hinter dem Tresen des Extrablatts besonders auf die Kneipentour. Foto: ElberfeldDas „Herzstück“ der Dürener Jazztage: Die Kneipentour geht in ihre 20. Runde. Viele Gastronomen sind mit von der Partie.

Düren. Gerne erinnern sich die Männer der ersten Stunde an das Jahr 1991, als Dürener Gastronomen auf der „Dürener Kulturmeile“ zwischen Pleußmühle und dem Bahnhof die erste Kneipentour ermöglichten. Glanz tritt auch heute noch in die Augen der älteren Jazzbegeisterten, wenn sie die Dixieland-, Modern Jazz- und Bluesmelodien von der Premiere vor beinahe 20 Jahren Revue passieren lassen.

Dass sie nicht allzu lange in Erinnerungen schwelgen müssen, dafür wird die 20. Kneipentour sorgen, denn die beteiligten Gastronomen haben ihre Ohren weit geöffnet und dabei erfahren, dass neben dem modernen Jazz auch alte Stilrichtungen Konjunktur haben.

Veranstalter und Gastwirte freuen sich auf die Kneipentour zu den Jazztagen.Foto: Burkhard GiesenZu den Dürener Jazztagen laden zwölf Gastwirte zu abwechslungsreicher Musik ein. Feiern und schwoofen bis tief in die Nacht.

Düren. Auftanken kann man bei der Dürener Kneipentour. Im doppelten Sinne. „Sie ist die Seele und Quelle der Dürener Jazztage“, sagt Bernd Ohlemeyer vom Dürener Jazzclub.

Was 1991 direkt zum Start der Dürener Jazztage mit acht Kneipiers angefangen hat, ist inzwischen fester Bestandteil des jährlichen Events – und zählt nicht nur bei den Dürenern zu den beliebtesten Jazz-Highlights. Das Konzept ist simpel aber effektiv: möglichst viele Kneipen, möglichst viele Bands, möglichst viel gleichzeitig, so dass sich die Tour von Kneipe zu Kneipe auch lohnt. Neben Jazz und Bier kann man dann vor allem viel Atmosphäre der Dürener Jazztage tanken, mehr noch als bei den Einzelevents. Ohlemeyer: „Ohne das Engagement der Gastwirte gäbe es die Kneipentour natürlich nicht“, so Ohlemeyer. Zumal: Alle Konzerte sind – wie bei den Jazztagen überhaupt – kostenlos.

Die Rurland Big Band probt emsig, um ihrem Publikum einen swingenden Abend bieten zu können.Die Jazzhouseband und die Rurland Big Band konzertieren am Dienstag, 10. August, im Niederauer Schenkel-Schoeller-Stift

Düren-Niederau. Überall im Schenkel-Schoeller-Stift in Nierderau spürt man bereits, dass etwas Großes stattfinden wird. „Seit Wochen übt die Rurland Bigband bei uns im Proberaum, und was ich da gehört habe, ist einfach fantastisch,“ ist der Leiter Achim Thiem voller Vorfreude auf den Prolog der Dürener Jazztage 2010 am Dienstag, 10. August, ab 19 Uhr.

Das Organisationstema um Prof Dietrich Gulba freuen Sich auf die neuen Möglichkeiten und der Jazzmatinee am Jazztagesonntag 15. August ab 11 Uhr.Die Jazzmatinee im Dürener Krankenhaus lockt am Sonntag, 15. August. mit dem HPT-Jazzverein

Düren. Noch wird an den Außenanlagen und an der Gastronomie heftig gearbeitet. „Wir schaffen hier eine neue Wohlfühlatmosphäre für unsere Gäste und Patienten“, ist der Geschäftsführer des Dürener Krankenhaus, Uwe Stelling, schon voller Vorfreude und versichert: „Rechtzeitig zur unserer dritten Jazzmatinee am Jazztagesonntag, 15. August, um 11 Uhr sind wir fertig.“

Die Mitglieder des Organisationsteams um Professor Dietrich Gulba freuen sich auf die neuen Möglichkeiten in der Cafeteria und die Jazz-Matinee am Sonntag, 15. August, ab 11 Uhr.Zum dritten Mal beteiligt sich das Krankenhaus Düren an den Jazztagen

Düren. Noch wird an den Außenanlagen und in der Gastronomie heftig gearbeitet. „Wir schaffen hier eine neue Wohlfühlatmosphäre für unsere Gäste und Patienten“ ist der Geschäftsführer des Dürener Krankenhaus Uwe Stelling schon voller Vorfreude und versichert: „Rechtzeitig zu unserer dritten Jazzmatinee am Jazztagesonntag, 15. August, um 11 Uhr sind wir fertig“.

Alles, was man zum dritten Mal wiederholt, gehört zur Dürener Tradition. Vor allem hat sich die Matinee in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert und „wird immer mehr zum Highlight am Sonntag“, sagt Jazzclubvorsitzender Rolf Delhougne.

Mit Lob überschüttet: Anke Angel.…verspricht der DSB mit dem Lovely Singing Club, Anke Angel und Terrence Ngassa & Dominic Quaye

Düren. Vor einiger Zeit ist DSB Chef Richard Müllejans in Vossenack im Kloster gewesen. Dort sang eine Gruppe namens „Lovely Singing Club“ – ganz ohne Instrumente – und schaffte es sofort, Müllejans’ Gefallen zu finden. Nun wird das Quartett am Mittwoch, 11. August, beim Dürener Service Betrieb auftreten – zu Beginn der so genannten Startbahn Jazz im Rahmen der Dürener Jazztage.

Um zu beweisen, wie sich der a-Cappella-Gesang anhört, legt Richard Müllejans gestern bei der Vorstellung des Programms eine CD ein. „Terminliche Nerven“ heißt sie und klingt gut. Der „Lovely Singing Club“ spannt einen Bogen von klassischen Liedern, über 30-er Jahre Comedy-, Rock- und Pop-Klassiker bis hin zu Gospeln und besinnlichen Kirchenliedern, schwärmt Müllejans. Die Gruppe hat es ihm angetan. „Normalerweise gehen die Leute ja, wenn die Messe gelesen ist. In Vossenack ging keiner.“

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