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Aachener Zeitung vom Samstag den 27. April 2002
Neun Clubs aus der Euregio haben sich jetzt zusammengeschlossen
Von Tilmann Post
Vaals. „Jazz ist ein Kulturteil, der großer Unterstützung bedarf, weil er nicht die breite Masse anspricht", erklärt Fred Quarten, Vorsitzender des Jazzvereins Aachen, den Anlass zu dem arbeitsgemeinschaftlichen Zusammenschluss von neun Clubs in der Euregio. Die Vertreter aller Vereine trafen sich jetzt, um das zu unterzeichnen, was in sieben einzelnen Sitzungen erreicht und protokolliert wurde. „Euregiojazz" heißt die Arbeitsgemeinschaft aus sechs deutschen (Aachen, Dürener Jazzclub, KOMM , Düren, Eschweiler, Jülich, Würse- len), zwei niederländischen (Stich-ting Carneval du Jazz, Jazzclub Vaals 79) und eines belgischen Clubs (Cercle du Jazz Hot Verviers). Quarten, der den Anstoss für den Zusammenschluss gegeben hatte, betont besonders die Synergieeffekte, die alle Vereine erwarten. So seien Terminabstimmungen bei einzelnen Konzerten einfacher. Weiter sei das Zusammentragen der Archive geplant, was beste Zugriffsmöglichkeiten auf die Verbindungen der anderen Vereine zu Bands oder Veranstaltern ermögliche. Im Gespräch ist auch ein Internetportal, wo Interessierte regionale Kulturevents zentral abfragen können. Desweiteren kann die Arbeitsgemeinschaft eine Band für mehrere Orte engagieren, wofür dann ein Blockpreis fällig wäre, der niedriger ist als wenn jeder Verein/einzeln engagieren und bezahlen würde. Es gibt auch schon ein erstes gemeinsames Projekt der AG.
Vom 22. bis zum 27. Mai finden die „Euregiojazz Days" in sieben Ortenstatt. Dafür konnten zahlreiche bekannte Künstler und Musiker der jüngeren Generation gewonnen werden. Henny Cremer, Vorsitzender des Vaalser Jazzclubs, erklärt, dass es sich dabei um den ersten Testlauf handele. Man möchte solche Events schrittweise aufbauen, um Schwierigkeiten zu erkennen und abzuwenden, denn kaum jemand hat Erfahrung mit so großen Veranstaltungen.
Vielleicht müssen sich die Vereine bald an diese großen Veranstaltungen gewöhnen, denn zusammen haben sie 700 Mitglieder und etwa 200 000 Zuschauer im Jahr. Man wolle nicht nur die Jazz-Kenner ansprechen, sondern jedermann dafür begeistern, deshalb werde auch nicht nur Oldtime-Jazz gespielt. Und das kann sich schnell herumsprechen, denn beispielsweise der Flyer für die Jazz Days ist in allen drei Sprachen verfasst. Auch mit Förderung können die Jazzer schon rechnen. Die Regio Aachen hat bereits beschlossen, jährlich 1000 Euro dazuzuschießen. Und mit Nachwuchs können sie ebenso rechnen: Schon bald wird der Jazzverein Heerlen das zehnte Glied bilden. Nähere Infos sind unter
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